Diese versteckte PS5-Funktion kennen die wenigsten: Warum du nie wieder Spiele doppelt kaufen musst

Die PlayStation 5 revolutioniert das Gaming-Erlebnis für Familien und Haushalte mit einer cleveren Funktion, die sowohl Geld spart als auch gemeinsames Spielen fördert. Die Konsolenfreigabe ermöglicht es, digitale Spiele und PlayStation Plus-Vorteile auf zwei Konsolen gleichzeitig zu nutzen, ohne jeden Titel doppelt kaufen zu müssen. Sony hat das Konzept der primären Konsole aus der PS4-Ära weiterentwickelt und bietet nun unter dem Namen „Konsolenfreigabe und Offline-Spiel“ eine durchdachte Lösung für moderne Gaming-Haushalte.

Wie die Konsolenfreigabe funktioniert

Das System basiert auf einem simplen, aber effektiven Prinzip: Jeder PlayStation-Account kann genau eine PS5 als primäre Konsole definieren. Sobald diese Einstellung aktiviert ist, dürfen alle anderen Nutzerprofile auf dieser Konsole die digitalen Spiele und PS Plus-Mitgliedschaftsvorteile des Hauptkontos verwenden – selbst wenn der eigentliche Besitzer gerade offline ist. Der eigentliche Account-Inhaber kann seine Spiele währenddessen problemlos auf einer zweiten Konsole spielen, vorausgesetzt diese hat Internetzugang.

Für Haushalte mit mehreren Gamern bedeutet das konkret: Eine digitale Version eines Spiels reicht aus, um auf beiden Konsolen zocken zu können. Die Ersparnis bei heutigen Vollpreistiteln von 70 bis 80 Euro pro Spiel ist beachtlich.

Die Einrichtung in wenigen Schritten

Die Aktivierung der Konsolenfreigabe gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Zunächst muss auf der Konsole, die als primäre PS5 fungieren soll, eine wichtige Einstellung vorgenommen werden. Der Account-Besitzer navigiert dazu in die Systemeinstellungen, wählt den Bereich „Benutzer und Konten“ aus und findet dort unter „Weitere“ die Option „Konsolenfreigabe und Offline-Spiel“. Nach der Aktivierung dieser Funktion können alle anderen Profile auf dieser Konsole die freigegebenen Inhalte nutzen.

Der Account-Besitzer selbst meldet sich anschließend auf seiner eigenen Hauptkonsole an. Diese muss nicht als primäre Konsole konfiguriert werden. Solange eine stabile Internetverbindung besteht, lassen sich sämtliche Spiele ohne Einschränkungen starten. Sony überprüft dabei im Hintergrund die Lizenzen und gewährt automatisch Zugriff.

Welche Vorteile das Gamesharing konkret bietet

Die geteilte Spielebibliothek ist nur einer von mehreren Vorteilen dieser Funktion. Beide Konsolen erhalten Zugriff auf dieselben digitalen Titel, was besonders bei Multiplayer-Spielen interessant wird. Koop-Titel oder kompetitive Games lassen sich gemeinsam erleben, ohne dass jeder Mitspieler das Spiel separat erwerben muss – vorausgesetzt, es werden unterschiedliche Profile verwendet.

Besonders lukrativ wird die Sache bei PlayStation Plus. Auf der primären Konsole profitieren sämtliche Nutzer von der Mitgliedschaft des Hauptkontos. Das bedeutet Zugang zu Online-Multiplayer, monatlichen Gratis-Spielen und exklusiven Rabatten für alle – ohne zusätzliche Abo-Kosten. Die monatliche Ersparnis summiert sich über das Jahr zu einem beachtlichen Betrag.

Auch herunterladbare Inhalte wie Erweiterungen, Season Passes oder Ingame-Währung werden geteilt. Wer einen teuren Season Pass für ein beliebtes Spiel erwirbt, ermöglicht damit automatisch auch dem Gaming-Partner den vollständigen Zugang zu allen Zusatzinhalten. Die primär eingerichtete Konsole bietet zudem einen weiteren praktischen Vorteil: Die Spiele funktionieren dort auch komplett ohne Internetverbindung, was bei Verbindungsproblemen oder instabilen Leitungen Gold wert ist.

Einschränkungen die man kennen sollte

Trotz aller Vorteile existieren einige Limitierungen, die Spieler berücksichtigen sollten. Die wichtigste Beschränkung betrifft die Anzahl: Jeder Account kann nur eine einzige PS5 als primäre Konsole festlegen. Wer bereits eine Konsole aktiviert hat, muss diese zunächst deaktivieren, bevor eine neue eingerichtet werden kann.

Der Account-Besitzer benötigt auf seiner eigenen Konsole zwingend eine permanente Internetverbindung. Ohne Netzanbindung lassen sich die Spiele dort nicht starten, da Sony die Lizenzen kontinuierlich online verifiziert. Das Sharing entfaltet seine volle Wirkung außerdem nur bei Verwendung unterschiedlicher Profile. Beide Konsolen können dasselbe Spiel zeitgleich nutzen, allerdings ausschließlich mit verschiedenen Accounts.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Vertrauensfrage. Da der Account-Besitzer seine Login-Daten auf einer anderen Konsole hinterlegen muss, sollte diese Funktion ausschließlich mit absolut vertrauenswürdigen Personen genutzt werden. Theoretisch hätte diese Person vollständigen Zugriff auf das gesamte Konto inklusive hinterlegter Zahlungsinformationen und könnte im schlimmsten Fall ungewollte Käufe tätigen.

Typische Anwendungsszenarien

Familienhaushalte mit zwei PS5-Konsolen profitieren am stärksten von der Konsolenfreigabe. Ob eine Konsole im Wohnzimmer und eine im Kinderzimmer steht oder Eltern und Kinder getrennt spielen möchten – mit einem einzigen digitalen Spielekauf lassen sich alle Familienmitglieder versorgen. Die Kostenreduktion bei mehreren AAA-Titeln pro Jahr beläuft sich schnell auf mehrere Hundert Euro.

Auch bei mehreren Standorten innerhalb des Haushalts entfaltet die Funktion ihr Potenzial. Familien, die ihre Spielebibliothek flexibel auf verschiedene Räume verteilen möchten, müssen keine physischen Datenträger mehr transportieren oder umständlich wechseln. Jeder spielt dort, wo es gerade passt – mit vollem Zugriff auf die gemeinsame digitale Bibliothek.

Lösungen für häufige Probleme

Manchmal lässt sich auf der Zweitkonsole des Account-Besitzers ein Spiel nicht starten. In diesem Fall sollte zunächst die Internetverbindung überprüft werden. Ein kurzes Ab- und Anmelden kann ebenfalls helfen, die Lizenzen neu zu synchronisieren und das Problem zu beheben.

Falls sich die Konsolenfreigabe nicht aktivieren lässt, ist der Account möglicherweise bereits auf einer anderen Konsole als primär eingerichtet. Sony bietet die Möglichkeit zur Deaktivierung über die offizielle Website an, auch wenn die alte Konsole nicht mehr verfügbar ist – allerdings nur in größeren zeitlichen Abständen. Funktioniert PS Plus nicht auf der primären Konsole, hilft meistens ein Neustart beider Systeme. Manchmal benötigen die Berechtigungen auch einige Minuten, bis sie systemweit aktualisiert sind.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Sony erlaubt das Account-Sharing explizit für Familien im selben Haushalt. Die Konsolenfreigabe ist offiziell für genau diese Konstellation konzipiert worden. Wer seine Login-Daten mit Personen außerhalb des eigenen Haushalts teilt, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen des Unternehmens und riskiert eine Sperrung des kompletten Accounts inklusive aller digitalen Inhalte. Die Funktion sollte daher ausschließlich im Rahmen der vorgesehenen familiären Nutzung verwendet werden.

Die Konsolenfreigabe der PS5 erweist sich für Familien als äußerst praktische Lösung, die Gaming-Budgets schont und gemeinsames Spielen fördert. Wer die Mechanik einmal verstanden hat und sie regelkonform innerhalb des Haushalts nutzt, profitiert von einer verbraucherfreundlichen Funktion, die das digitale Gaming deutlich komfortabler und erschwinglicher macht.

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